Trump bietet deutschen Konzernchefs "Null-Lösung" an

Donald Trump hat europäischen Autobauern mit drastischen Zollerhöhungen gedroht. Jetzt bietet der US-Präsident den Konzernen einen Deal an – und will damit offenbar die EU unter Druck setzen.

 

Im Handelsstreit mit der Europäischen Union (EU) bearbeiten die USA einem Medienbericht zufolge nun die deutschen Autobauer. Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, habe den Chefs von BMW, Daimler und Volkswagen eine Lösung in dem Konflikt um drohende Strafzölle unterbreitet, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Teilnehmer.

Bei dem Treffen am Mittwoch in der US-Botschaft in Berlin habe Grenell den Managern mitgeteilt, er sei beauftragt, eine Lösung mit Deutschland und der EU zu suchen. Grenell habe erklärt, die USA seien zu einer Null-Lösung bereit, also zu einem Komplettverzicht auf Autozölle, wenn auch Europa darauf verzichte.

Ein Daimler-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. "Kein Kommentar", hieß es lediglich. Bei Volkswagen war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums wollte den Bericht nicht kommentieren. In Handelsfragen ist die EU alleiniger Verhandlungspartner, die einzelnen Mitgliedstaaten wie Deutschland können keine Einzelabsprachen treffen.